Ratgeber Migräne
Informationen für Betroffene und Interessierte
Migräne: Symptome und Diagnose
Das Leitsymptom einer Migräne ist ein Kopfschmerz, der in den meisten Fällen auf eine Kopfhälfte beschränkt ist. Rund ein Drittel der Betroffenen leidet unter einem Migränekopfschmerz, der im Bereich des gesamten Kopfes auftritt. Die Schmerzen, die häufig bereits morgens beginnen, werden oft als pochend beschrieben. Neben dem eigentlichen Schmerz kann es zu Begleiterscheinungen wie Übelkeit, Erbrechen und Lichtempfindlichkeit sowie zu neurologischen Ausfällen kommen (sog. Migräne mit Aura).
Während des Anamnesegesprächs kann der Arzt bereits Hinweise auf das tatsächliche Vorliegen einer Migräne sammeln. Besondere Aufmerksamkeit wird dabei dem typischen Beschwerdebild der Kopfschmerzen gewidmet. Bei der Auswertung der Symptome kann ein sog. Kopfschmerzkalender hilfreich sein, in den der Patient z. B. Art, Qualität und Dauer der Schmerzen einträgt. Eine möglichst genaue Charakterisierung des Kopfschmerzes ist insbesondere für die Unterscheidung zwischen Migräne und anderen Kopfschmerzarten wichtig. Ein solcher Kalender kann darüber hinaus wertvolle Hinweise zu Triggerfaktoren geben.
Auch wenn die Migräne selbst nicht durch apparative bzw. labordiagnostische Verfahren nachweisbar ist, werden solche Verfahren angewandt, um Grunderkrankungen ausschließen zu können, die ebenfalls Kopfschmerzen verursachen. Möglich sind beispielsweise Laboruntersuchungen (Blut, Urin, Liquor), Elektroenzephalografie (EEG) oder bildgebende Verfahren wie Computertomografie (CT) oder Magnetresonanztomografie (MRT).
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