Ratgeber Migräne
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Migräne: Ursachen und Entstehung
Bislang konnte noch nicht gänzlich geklärt werden, welche krankhaften Prozesse in der Entstehung einer Migräne genau ablaufen. Manche Mediziner vermuten, dass die Ursache einer Migräne ein Überangebot am Botenstoff Serotonin ist. Dadurch kommt es zu einer Erweiterung der Blutgefäße, deren Gefäßwand dadurch durchlässiger wird. So kann Flüssigkeit austreten und Schwellungen verursachen. Werden dadurch Nerven eingeengt, kann sich dies als Kopfschmerz äußern.
Eine andere Hypothese basiert auf der Annahme, dass einer der Gehirnnerven – der Trigeminusnerv (lat. Nervus trigeminus) – entscheidend zur Krankheitsentstehung beiträgt. Dieser Nerv kann entzündungsfördernde und blutgefäßerweiternde Botenstoffe freisetzen, die den pathologischen Prozess in Gang setzen und so die Migräne verursachen. Einer dieser Botenstoffe ist das sog. Calcitonin Gene-Related Peptide (CGRP), dessen Bauplan zusammen mit dem des Schilddrüsenhormons Calcitonin auf dem Chromosom 11 liegt. CGRP zählt zu den potentesten blutgefäßerweiternden Substanzen im menschlichen Organismus.
Ein Migräneanfall wird in der Regel von bestimmten Auslösefaktoren, sog. Triggern, hervorgerufen. Diese Trigger sind von Patient zu Patient verschieden. Es gibt Auslöser, die bei vielen Migränepatienten auftreten. Zu diesen gehören Änderungen im Schlaf-Wach-Rhythmus, optische oder akustische Reize oder hormonelle Schwankungen. Auch einigen Lebensmitteln wird nachgesagt, dass sie Migräneattacken auslösen können, z. B. Schokolade, Käse, Kaffee und Rotwein.
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